Erzählvorstellungen » Erzähltheater

Die Erzähltheaterstücke sind inszeniert und wurden erarbeitet mit einem Regisseur oder einer Regisseurin. Hier habe ich Märchen und Geschichten zu jeweils einem Thema zusammengestellt und erzähle und spiele in und mit einem entsprechend eingerichteten sparsamen Bühnenbild. Diese Stücke haben also eher einen theatralen Charakter, neben das Wort und die Geste treten auch inszenierte Bilder und Aktionen, die dem Zuschauer stärker in eine Bilderwelt leiten.


Rahmenbedingungen

Die Spielfläche für die Erzähltheaterstücke sollte mindestens 4 x 4 m betragen. Requisiten und Kostüm bringe ich mit, Beleuchtung nach Absprache. Nach den Stücken, besonders nach den Kinderstücken, stehe ich gerne zu einem Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.



Blut ist im Schuh

Märchen zum Schauern und Gruseln erzählt zur Nacht
Inszenierung: Ursula Thinnes – Ausstattung: Ines Gebhard


Nur für Erwachsene
Dauer ca. 50 Minuten

Mitternacht, Geisterstunde. Eine Frau wartet an einem gedeckten Tisch auf einen Gast und beginnt, Geschichten zu erzählen. Geschichten, die sich mit Essen beschäftigen, meistenteils allerdings mit dem Essen von menschlichem Fleisch...


Aschenputtel wird an diesem Abend nicht auftauchen, dafür aber eine Kindsmörderin, ein Frauenmörder und ein Mann, der sich am Ende selber auffrisst. Der Horror ist keine Erfindung der modernen Medien, denn die schlimmsten Geschichten spielen sich Kopf ab und spiegeln sich in alten Geschichten wieder, von den Ovidschen Metamorphosen bis zu den Brüdern Grimm.


Und so vergeht die Stunde, bis es ein Uhr schlägt... Die Frau verschwindet, und ob der Gast jemals erscheint, wer weiß?


Diese Märchen sind keinesfalls Kindermärchen, sondern Geschichten für ein erwachsenes Publikum, vorgetragen mit einer Lust am Schauer ebenso wie der Lust an einer poetischen Sprache.



Bettgeflüster

Erotische Märchen aus Italien und Frankreich
Inszenierung: Jörg Wesemüller – Ausstattung: Isabella Golinski


Nur für Erwachsene
Dauer ca. 50 Minuten

 

Märchen und Geschichten über die schönste Sache der Welt: Aus den Metamorphosen von Ovid, dem Decamerone von Boccaccio sowie Märchen aus dem mittelalterlichen Frankreich. Mal poetisch und sinnlich, mal barock und bildhaft und manchmal auch einfach ganz derb und direkt wird von Liebessehnsucht, Begehren und dessen Erfüllung erzählt. So ist von der Nymphe Salmakis die Rede, die sich nach dem Knaben Hermaphroditos verzehrt und die schließlich mit ihm verschmilzt. Im Decamerone von Boccaccio wird von heiterem Bettentausch erzählt, bei dem (fast) alle auf ihre Kosten kommen, während die altfranzösischen Märchen ganz verschmitzt und ganz direkt "zur Sache" kommen.



Ein Sommer für 10 Gulden

Tiroler Kinder im Schwabenland

Eine Erzählung von Jutta M. Staerk für alle ab 8

Szenische Einrichtung: Karin Eppler

Dauer: ca. 45 Minuten


Das Erzählstück von Jutta M. Staerk basiert auf Berichten von ehemaligen „Schwabenkindern“, die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts im Frühjahr aus armen Schweizer und Tiroler Bergregionen an den Bodensee gezogen sind, um dort den Sommer über bei reichen Bauern im Oberschwäbischen zu arbeiten.

Das Stück erzählt über das Leben, Arbeiten und Sterben von vier verschiedenen Kindern. Gabi Altenbach schlüpft in jeder Episode in eine andere Figur und erzählt einen Teil der Geschehnisse aus deren Perspektive. Das macht den besonderen Reiz des Stückes aus und führt zu einer großen Identifikation mit den einzelnen Figuren.

Auch wenn diese Ereignisse schon über hundert Jahre her sind, so lassen sich doch für die Zuhörer und Zuschauer immer noch Parallelen zur Situation von Kindern heute herstellen. Kinderarmut und Kinderarbeit sind ja bis heute nicht aus der Welt geschafft.




Poppele und Pumphut

Sagen zum Lachen und zum Fürchten für alle ab 8
Inszenierung: Jörg Wesemüller – Kostüm: Isabelle Kittnar


Für Kinder ab 8 und Erwachsene
Dauer: ca. 50 Minuten

 

Sagen erzählen von seltsamen Vorfällen, von Gespenstern, Naturgeistern und geheimnisvollen Menschen. Im Gegensatz zum Märchen erzählen Sagen diese Geschichten als wahre Begebenheiten mit konkreten Schauplätzen und Personen. POPPELE UND PUMPHUT ist eine Reise durch Deutschland, auf Burgen und Berge, durch Städte und Dörfer, vom Bodensee bis zum Mond.

 

Hier hört man Geschichten vom Burggeist Poppele, der auf dem Hohenkrähen im Hegau sein Unwesen treibt, vom frechen Zauberer Pumphut, der in der Lausitz beheimatet ist, von der männermordenden Braut vom Kynast und von der, die Männer betörenden, wunderschönen Melusine. Gruselig geht es da zu, wenn eine Mutter ihre Tochter verflucht, weil die so gerne zum Tanzen geht. Lustig geht es auch zu, wenn sich die sieben Schwaben über die Größe des Bodensees wundern oder der Müllersbursche Pumphut das Mühlrad tanzen lässt.



Die Bärenprinzessin

Ein norwegisches Märchen
Inszenierung: Elisabeth Higer-Strauß – Kostüm: Anne Buffetrille


Für Kinder ab 4 und Erwachsene
Dauer: ca. 35 Minuten

 

Eine Sternenputzerin steht in ihrer Werkstatt und poliert die vom Himmel herabgefallenen Sterne. Und wie sie so an ihren Sternen putzt und bürstet, fällt ihr eine Geschichte ein. Die Geschichte von dem Mädchen, das von ihrem Vater an einen Bären verkauft wurde. Doch dann entdeckt sie, dass dieser Bär sich in der Nacht in einen Menschen verwandelt. Ihre Neugier war jedoch zu groß, die Entdeckung zu früh gemacht, und deshalb muss der Prinz sie wieder verlassen, um eine Trollprinzessin zu heiraten, in einem Schloss östlich der Sonne, westlich des Mondes. Aber das Mädchen gibt nicht auf. Sie macht sich auf die Suche, wandert zu den Gestirnen und kann nach einer langen Wanderungen und vielen Prüfungen ihren Prinzen wieder in die Arme schließen.