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Bettgeflüster


"Unter der leichthändigen Regie von Jörg Wesemüller zeigt sich Gabi Altenbach (...) ungemein wandlungsfähig. Voll Temperament liegt sie quer über dem Bett, mag keinen Moment still halten. Und wenn sie sich bezähmt, verrät ein wippender Fuß, eine zuckende Zehe, wie es in ihr brodelt, wie die Leidenschaft sich Bahn bricht. Feuer lodert aus ihren Augen, mit schelmischem Blick, mit wild entschlossener Miene lässt sie uns an den inneren Dramen teilhaben."

Schwäbische Zeitung, 10.07.2006



"In der einstündigen Inszenierung wird der Besucher auf eine prickelnde, schillernde Spritztour durch die schönste Nebensache der Welt entführt und erhält dabei Kenntnis von delikaten Einzelheiten der erotischen Welt vergangener Zeiten, die zum Schmunzeln, zum Träumen und, je nach Veranlagung des Zuschauers, zum Erröten bringen."

Südkurier, 10. 07. 2006



Poppele und Pumphut


"Poppele und Pumphut ist eine Sammlung von sechs Sagen, mit denen eine temperamentvolle Reise durch deutsche Lande unternommen wird. Und zu jeder Geschichte hält Gabi Altenbach ein Requisit bereit: war es zum lauten Einstieg mit Poppele die Flüstertüte, so ist es der klagend vorgebrachte Ton eines Akkordeons bei der schönen und doch verschmähten Melusine. Auch wenn die Kinder nacheinander aus den Gegenständen wählen können, die in einem Koffer als Versprechung auf eine Geschichte warten, so wechseln sich doch auf wunderbare Weise dreiste, witzige und stillere Erzählungen aus dem Schatz der Volkssagen ab. (...) Spätestens beim 'Frisch gezuckt ist halb gefochten' ist man zum Sagen-Fan geworden."

Südkurier, 12. 10 2004



Blut ist im Schuh


"Mit bleichem Gesicht wie aus einem Gruselfilm schenkte sich Gabi Altenbach als zwiespältige Kindfrau erst einmal Wein ein. Harmlos begann sie mit der Erzählung von Charles Perraults Geschichte des grausamen Mörders Blaubart. Sie steigert sich immer mehr in die Erzählweise einer Besessenen. Die Äpfel wurden zum Schlüssel für die Kammer, in der Blaubart seine toten Frauen aufgehängt hat. (...) Weiter ging's mit dem Grimm-Märchen vom 'Machandelboom': Kindsmord, ein Vater, der seinen Sohn aufisst und ein Vogel, der die Mutter erschlägt - Ereignisse, die durchaus aus Erwachsenen-Krimis stammen könnten, kamen da zum Vorschein. (...) Ein glasierter Apfel wurde schnell zum abgeschlagenen Kopf des Buben, der auf ein Messer gespießt wurde. (...) Begeisterter Applaus für einen Märchenabend der schrägen Art."

Augsburger Zeitung, 24.4.2004



Die Bärenprinzessin


"Sternenputzerin zu sein, ist durchaus eine handfeste Angelegenheit, zu der man zunächst einen Blaumann und eine Reihe von Bürsten braucht. Und dann wohl auch jede Menge Fantasie, um die weiß bemalten Pappmachésterne zum Leuchten zu bringen. Gabi Altenbach schafft das mit einer leisen Selbstverständlichkeit, die im hektischen Unterhaltungsbetrieb, der längst auch Kinder als Zielgruppe erkannt hat, (...) nicht immer selbstverständlich ist. Fast ist man also verblüfft über die vordergründige Abstinenz, die im Erzähltheater 'Die Bärenprinzessin' geübt wird, über das Fehlen von Gold und Silber, wo es doch um nicht weniger als einen Prinzen und seine Herzallerliebste gehen wird in der Geschichte, die die Sternputzerin in Latzhose erzählt. (...) Und während die Kleinen tatsächlich eine Dreiviertelstunde still lauschen und schauen, bleibt für die Erwachsenen Zeit, die kleinen Verwandlungen alltäglicher Gegenstände zu beobachten."

Südkurier, 13.11.2002



Die zertanzten Schuhe


"Kein Märchen. So hat der Jugendclub des Theaters seine 'Zertanzten Schuhe' angekündigt und gut daran getan. Hier geht es zunächst einmal ganz formal darum, was Erzählen und Spielen heißt - nämlich Experimente zu wagen und damit Erfahrungen zu sammeln. Dass sich ein Märchenstoff mit seiner Entwicklungsthematik besonders gut eignet, passt wunderbar. (...) Auch wenn einige der Jugendlichen noch gar nicht lange dabei sind, ist die kurzweilige und intelligent angelegte Aufführung doch von Professionalität geprägt, die Gabi Altenbach und Jörg Wesemüller erfolgreich angeschoben haben. Das Stück ist wenig textlastig, lebt vielmehr von einer Körperhaftigkeit des Theaters, die sich in Komik, Temperament und auch in stilleren, sensibleren Momenten entfaltet. Dass dies stimmig bleibt, liegt daran, dass hinter dem Spiel immer gelebtes Leben stehe. Ein Musterbeispiel für gelungene Theaterarbeit, ein höchst vergnüglicher Abend zudem - nicht nur für jugendliches Publikum."

Südkurier, 13. 06. 2006



Die wilden Götter


"Es gab eine Zeit, in der Götter, Menschen und Zwerge noch in einer Welt lebten - mit diesem Satz beginnt eine spannende Stunde auf dem Dachboden, die nicht nur wegen der hohen Temperaturen nichts von nordischer Kühle hat, sondern auch inhaltlich eher hitz(köpf)ig ausfällt. Mit fünf theaterbegeisterten Jugendlichen, die sich die Sagenwelt der Edda zusammen mit Theaterpädagogin Gabi Altenbach vorgenommen haben. (...) Immer wieder wunderbar ist der schnelle Wechsel zwischen Erzähler und Figuren, die das Erzähltheater auszeichnet, und den die fünf jungen Mimen gut beherrschen. Vollkommen sicher bewegen sie sich in dieser Form, setzen eben noch klare, deutliche Sätze, um im nächsten Moment mit hohen Stimmen wie die Zwerge zu murmeln oder Vogelgezwitscher nachzuahmen."

Südkurier 29.06.2005