Theaterspielen ist eine Möglichkeit, sich in einem geschützten Raum auszuprobieren, seine Grenzen auszuloten, sich selbst und anderen zu begegnen, sozusagen auf „neutralem“ Boden, außerhalb der Alltagsbeziehungen und Strukturen. In diesem Raum kann man seine Erfahrungen auf spielerische Weise einbringen sowie neue Fähigkeiten entdecken und entwickeln.
Dabei ist die Faszination von Theater im Sinne einer Begegnung zwischen Akteur und Publikum der Motor für meine gesamte theaterpädagogische Arbeit. In gelungenen Momenten fallen bei Vorstellungen die Freude am Spiel, der ästhetische Genuss und der Kontakt mit dem Publikum zusammen und stellen eine glückhafte Erfahrung sowohl beim Zuschauer als auch beim Spieler her.
Deshalb ist für mich immer beides wichtig: Einerseits der Prozess und andererseits das Produkt: die in eine theatrale Form gegossene Erfahrung der Spielerinnen und Spieler.
Ich biete Schauspielkurse an für alle, die ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet entwickeln wollen – egal auf welchem Niveau –, die Beziehungsstrukturen mit theatralen Mitteln untersuchen wollen, die sich selbst in einem geschützten Raum ausprobieren wollen oder einfach Freude am Theater haben und spielen wollen.
Rahmenbedingungen
Ich biete die Kurse vor Ort an: Im Klassenzimmer, im Kindergarten, einem Seminarraum oder einem Veranstaltungssaal. Der Raum sollte möglichst leer sein und der Gruppengröße angepasst sein, damit man sich gut bewegen kann, auch der Fußboden sollte bespielbar sein. Musik, Requisiten, Spielmaterial bringe ich mit. Zielgruppe, genaue Kursinhalte, Gruppengröße und Kursdauer sowie Preise nach Absprache.
Die Improvisation arbeitet ohne vorgegebenen Text, sondern mit den Erfahrungen der Spielerinnen und Spieler. Durch einfache Spiele und Übungen werden sie dazu gebracht, Szenen zu erfinden und zu spielen. Diese Szenen können fixiert werden, so dass man sie wiederholen kann. Sie können reflektiert und verändert werden oder aneinandergereiht werden, so dass am Ende ein kleines Stück entsteht.
Diese Kurse können auch zu einem bestimmten vorgegebenen Thema gegeben werden. Sie eignen sich für Einsteiger, die wenig Theatererfahrung haben, ebenso wie für Gruppen, die sich mit einem bestimmten Thema spielerisch beschäftigen wollen.
In diesen Theaterkursen liegt der Schwerpunkt auf einem vorgegebenen Text. Das kann ein Theatertext sein aber auch ein beliebiger Prosatext oder ein Gedicht. Ausgehend von Spielen und Improvisationen beschäftigt man sich mit diesem Text, untersucht ihn auf spielerische Weise und sucht Wege, diesen Text ins Spiel umzusetzen. Besonders Theatergruppen und am Theater Interessierte finden hier Handwerkszeug zur Herangehensweise an Theatertexte und die Möglichkeiten der Umsetzung von Text in Handlung.
Der Körper weiß oft viel mehr auszudrücken als unsere Sprache, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Nach Übungen zum Körpertraining und Körperbewusstsein wird hier die Sprache des Körpers untersucht. Abstrakte Bewegungen ohne Absicht können in einer Choreografie eine Geschichte ergeben. Umgekehrt kann man auch versuchen, eine vorgegebene Geschichte in Bewegung umsetzen. Außerdem wird in diesen Kursen untersucht, was bestimmte Körpersignale und Bewegungen aussagen.
Die neutrale Maske ermöglicht beim Spielen eine völlig neue Erfahrung: Man kann nicht sprechen und jegliche Mimik ist nutzlos, weil sie hinter der Maske verborgen bleibt. Also muss der Körper sprechen. Und auf fantastische Weise fängt der Körper an, selbst bei geringsten Bewegungen eine ungeheure Ausdruckskraft zu entwickeln. In diesem Kurs gibt es nach Bewegungs- und Körperspielen eine Einführung in den Umgang mit der neutralen Maske: Wie setze ich sie auf? Wie trete ich damit vor das Publikum? Danach werden in zahlreichen Übungen und Spielen Figuren und Szenen improvisiert, ausprobiert und entwickelt.